Der Verein - "Ein langer Atem" - Ein Haus für Vieles e.V.

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Der Verein - "Ein langer Atem"

Das Haus für Viele(s) in Meißen ist geöffnet


Sonnenschein, volles Haus, abwechslungsreiches Programm, anerkennende Worte, fast einen Tausender Spenden, interessante Gespräche, Lieder vom Alltag, Umarmungen, Küsse und Freudentränen – das und noch mehr war der 1. Mai 2000 im Haus für Viele(s) in der Dresdner Str. 13 Meißens.

Auch wenn es einige nicht geglaubt hatten, das Haus konnte für die Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben werden. Die letzten Tage und Stunden bis 13.00 Uhr am 1. Mai waren schier viel zu kurz. Doch die unermüdliche Arbeit der fleißigen Helferinnen und Helfer ermöglichte eine würdige Eröffnung. Die Freude der erschöpften Vereinsmitglieder und Helfer war um so größer, als der Saal schon vor 13.00 Uhr, dem offiziellen Beginn, überfüllt und auch draußen alle Plätze besetzt waren.
An diesem Tag waren schätzungsweise mehr als 200 Besucher bis in die Abendstunden zu Gast im und um das Haus. Menschen aus der Umgebung, aber auch von weit her waren gekommen, um mit uns gemeinsam einen schönen 1. Mai zu erleben und eine neue Stätte für soziokulturelle Freizeitgestaltung, für Bildung und politische Arbeit in der Kreisstadt Meißen zu eröffnen. Von Presse und Fernsehen beachtet, konnten über 150 Gäste die feierliche Schlüsselübergabe erleben und als erste den Saal und das neue Mobiliar in Beschlag nehmen.
Grüße und Glückwünsche gab es aus Berlin, aus Chemnitz, aus Dresden vom Landesvorstand und Stadtvorstand der PDS, aus den Kreisen der Region Sächsisches Oberes Elbtal waren Gratulanten gekommen, der Wanderverein „Rote Nelke“ überbrachte seine Glückwünsche mit einer Spende, die Vertreter der Baufirmen und die Planer und Architekten waren mit uns im Gespräch, sogar der Landesvorsitzende der PDS, Fraktionsvorsitzender im Sächsischen Landtag, Prof. Peter Porsch kam auf einen „Sprung“ vorbei, viele der Spenderinnen und Spender folgten unserer Einladung und sahen, was wir mit ihrem Geld schon geschaffen haben. Für Kurzweil sorgten die interessanten Gäste des Tages. So gab es Bücher vom Kleinen Buchladen, Aphorismen und Lebensweisheiten von Ilja Seifert (MdB) und Christian Schröder, Führungen durch das Haus, Lieder des Singeclubs „Ernesto Che Guevara“ Dresden sowie jede Menge zu Schlemmern und zu Trinken (aufgrund der Hitze reichte allerdings das Bier nicht!!!). Viele der Gäste waren mit den pinkfarbenen Einladungen erschienen. Vier Wochen lang hatten wir auf postkartengroßen farbigen Zetteln Werbung betrieben. Jede Woche ca. 2000 Einladungen – in der letzten Woche verbunden mit einer Glückszahl. Gezogen wurden schließlich folgende Nummern: 131; 913 und 1313. Leider waren die Gewinner am 1. Mai nicht anwesend. Doch diese Art der Werbung wurde begrüßt. Als es dann schon zu Dunkeln begann, wurden die letzten gasgefüllten Luftballons mit dem Vereinslogo in den Himmel geschickt und nochmals mit Sekt angestoßen.

Heut war ein wunderschöner Tag... – das wäre der vielsagende Abgesang gewesen.

Die Bude voller Leben!  –  Dieser 1. Mai war eine gelungene Premiere künftiger Tage.

17.05.00

Im neuen Glanz laden wir zum Tanz für Alt und Jung





Am 9.9.99 hatten einige Enthusiasten 9.99 Uhr damit begonnen, dem „Haus für Viele(s)“, Dresdner Str. 13 in Meißen neues Leben einzuhauchen. Wer hätte damals gedacht, dass wir schon ein Jahr später die Gerüste abnehmen und eine schmucke Fassade anschauen könnten. Es wurde wirklich sehr viel geleistet, um aus dem maroden Haus ein schönes Vereinshaus entstehen zu lassen.
Den beteiligten Firmen und vor allem den freiwilligen Helferinnen und Helfern sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Seit der Eröffnung am 1. Mai 2000 hat sich noch jede Menge getan. Inzwischen gibt es neben der neuen Fassade auch einige neue Fenster, eine Erdgeschossetage im neuen Glanz, neue Zwischendecken zum Ober- und auch zum Dachgeschoss. Die wesentlichsten Bauarbeiten sind abgeschlossen. Ab September geht es an den Innenausbau. Wir wollen erreichen, dass noch vor Wintereinbruch das Dach gedämmt und die oberen Etagen verputzt sind, so dass im Frühjahr das gesamte Obergeschoss bezogen werden kann.
Inzwischen haben wir mit Ronald Weckesser (MdL) auch den ersten „festen“ Mieter im Haus. Bis Ende Oktober wird alles getan, damit auch die Kreistagsfraktion der PDS ihren neuen Raum beziehen kann. Aber auch beim Ausbau des Jugendkellers geht es voran. Der Lehmboden wurde ca. 20 cm tief abgesenkt, damit endlich auch ein „betanzbarer“ Fußboden entstehen kann. Nun müssen die Wände noch von altem Putz befreit werden. Wenn die Jungs und Mädchen weiterhin so fleißig sind, könnte ich mir „Weihnachten im Keller“ vorstellen.

Unter den geschäftigen und akkuraten Händen von Gerhard Kleinke entstanden die Türen im Erdgeschoss. Gemeinsam mit Heinz Hößler waren die „Holzwürmer“ aktiv, um aus alt neu zu machen. Die Resultate können sich sehen lassen und erhielten auch Lob von der Tischlerfirma, welche unsere Fenster herstellt.

Wenn wir am 09.09.2000 zum ALTERNATIVE-Herbstfest im Erdgeschoss feierlich das Wandmosaik einweihen, werden wir stellvertretend für viele, den ersten Menschen Dank sagen, die sich tatkräftig für die bisherigen Ergebnisse beim Umbau beteiligten.

23.08.00

Ein Jahr danach...



Was kaum einer für möglich gehalten hatte, einige uns auch nicht gönnen, ist Wirklichkeit geworden. Das Haus für Viele(s) konnte am 09. September 2000, ein Jahr nach Baubeginn, seine Gäste in einer völlig neuen Atmosphäre begrüßen. Die Anerkennung und die Überraschung war vielen von den Gesichtern abzulesen und es wurde auch so manches Mal ausgesprochen: Vielen Dank an die Helferinnen und Helfer, an die Bauleute und Handwerker, an die Planer und den Vereinsvorstand für die gute Arbeit des letzten Jahres. Das Haus kann sich sehen lassen und von möglichst vielen genutzt werden.
Anlässlich des ALTERNATIVE-Herbstfestes 2000 war auch Premiere der gemeinsamen Veranstaltungen im und um das Haus herum. Es war ein schöner Tag mit Spaß und Spiel, mit Gesang und Diskussion, mit Verkauf und Tausch, für jung und alt. Die Talkrunden im Haus und auf der Bühne waren Höhepunkte. Im nächsten Jahr kann ja auch das ganze Haus genutzt werden. Besondere Freude hatten wir, viele prominente Gäste begrüßen zu können: Dr. Klaus Grehn (MdB), Dr. Ilja Seifert (MdB), Brigitte Zschoche (MdL), Dr. Cornelia Ernst (MdL), Prof. Peter Porsch (MdL, Fraktions- und Landesvorsitzender der PDS), Falk Neubert (MdL), Gäste aus Dresden, Freital, Großenhain, Riesa. Auch ein Novum war die sehr zahlreiche Teilnahme jüngerer Meißner. Alle Besucher dieses Herbstfestes hatten Gelegenheit, sich über den Verein und die PDS des Kreises zu informieren, nutzen die Stände von ND, Cuba Si, Eine-Welt-Laden, der GEW Sachsen, der PDS-Landtagsfraktion, des Frauenzentrums Meißen, Pro Radebeul, des Kleinen Buchladen, der IG Unterwegs und des PDS-KV Meißen.
Besonders erfreut waren die Organisatoren über den Besuch der Landrätin, Frau Renate Koch, und des Meißner OB, Dr. Thomas Pohlack.

Zu einem besonderen Höhepunkt gestaltete sich die “Grundplattenlegung” des Ehrenmosaiks des Hauses für Viele(s), zu der der PDS-Landesvorsitzende Peter Porsch und der Vereinsvorsitzende Ralf Eißler gemeinsam Hand anlegten. Auf künftig über 100 Täfelchen werden die Erbauer und Spendengeber des Hauses geehrt. Seit 1997 sind bereits 90.398,84 DM auf das Spendenkonto des Vereins eingegangen, davon 74.222,34 DM allein im Jahre 2000. 142 Personen sind in diesem Jahr schon als Spenderin oder Spender aktiv geworden. An dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank, aber gleichzeitig auch die Bitte, nicht nachzulassen in der Unterstützung unseres Projektes “Ein Haus für Viele(s)”. Jetzt geht es an den Ausbau des Ober- und Dachgeschosses. Ende März 2001 wollen und müssen wir mit den Baumaßnahmen fertig sein. Denn nur durch ein volles und vermietetes Haus kann der Verein den hohen Kredit zurückzahlen.

22.09.00

Bis Weihnachten ist noch viel Zeit, aber noch mehr zu tun



Der zweite Bauabschnitt des „Hauses für Viele(s)“ (er umfasst das Obergeschoss und den Keller) wurde inzwischen begonnen. Bis zum Jahresende soll alles geschafft sein, wobei der Keller schon eine Woche vor Weihnachten funktionstüchtig an die Jugend übergeben werden soll. Besonders wichtig ist, dass sich die jungen Leute selbst um „ihren“ Keller kümmern. Unser Haus kann ihnen auch Heimat sein.

Nachdem die ersten Veranstaltungen im Saal stattgefunden haben, kommen auch Leute „von der Straße“ und fragen nach der Möglichkeit, eine Feier oder eine Beratung durchführen zu können. Bis zum Jahresende gibt es noch einige freie Termine. An dieser Stelle nochmals an alle das Angebot von uns: Wir gestalten alle Feiern – und machen auch gern mit. Ob Taufe, Geburtstag, Jugendweihe, Firmenjubiläum, Hochzeitstage oder auch Trauerfeier – in unserem Saal können 50 Personen bequem Platz finden. Wir organisieren alles nach den Wünschen unserer Gäste, soweit es nicht Unmögliches ist. Wunder dauern bekanntlich etwas länger.

Am 6. Oktober veranstaltete der Waldorfschulverein Meißen/Radebeul e.V. ein Benefizkonzert zur Gründung der Freien Werkschule Meißen. Es war ein sehr schöner und kurzweiliger Abend. Johannes Hoppe & Freunde brachten den anwesenden Gästen Musik von Gershwin bis Boogie Woogie nahe und so manches Bein und Hände zu rhythmischen Bewegungen. Zum Ende zu wurde sogar getanzt oder von den anwesenden Gästen spontan aus dem eigenen Repertoire vorgetragen. Es wird weitere derartige Veranstaltungen geben.

Um auf den Anfang zurückzukommen, für den weiteren Ausbau haben wir nochmals ein Darlehen der Kreissparkasse in Höhe von 150.000 DM bewilligt bekommen. Wir wollen alles tun, mit dieser Summe den Ausbau zu beenden. Für die Gestaltung der Räume und das Inventar benötigen wir aber weiterhin die Unterstützung unserer viele und hoffentlich noch zahlreicheren Sympathisanten. Unser Ziel sind Spenden in Höhe von zunächst 220.000 DM (das entspricht der Kaufsumme des Grundstückes). Bisher sind davon fast 91.000 zusammengekommen. Wir bitten auch weiterhin um alle erdenkliche Unterstützung. Dieses Projekt lebt durch die Anzahl der Mitglieder, Sympathisanten, Veranstaltungen und durch ein voll vermietetes Haus.

23.10.00

Das Projekt
"Ein Haus für Viele(s)"
ist erst am Anfang





Das neue Jahr ist schon einige Tage jung. Es begann mit Sonnenschein. Ein gutes Omen. Unser Projekt ist erst am Anfang.

Wer hätte gedacht, dass es den zwanzig Mitgliedern des Vereins „Ein Haus für Viele(s)“ und den noch mal so vielen Hand anlegenden Helferinnen und Helfern (besonders vom Wanderverein „Rote Nelke“) gelingen würde, in einem Jahr aus der Ruine Dresdner Str. 13 in Meißen eine schöne Begegnungsstätte zu errichten? Inzwischen haben ca. 150 Spenderinnen und Spender aus ganz Deutschland daran keinen Zweifel mehr, über 90.000 DM sind in den letzten drei Jahren zusammengekommen (50.000 DM hat der PDS-Landesverband uns als Zuschuss gewährt, weil das Projekt als richtig und wichtig anerkannt wird). Dafür allen nochmals recht herzlichen Dank. Doch ich sage es auch ehrlich und unumwunden. Es reicht noch nicht!

Wir brauchen mehr Mitglieder, mehr Spenden, mehr Hilfe und Unterstützung, mehr Veranstaltungen. Und wir brauchen vor allem auch die moralische Hilfe unserer Parteimitglieder, die dem parteinahen, aber nicht parteieigenen Verein, zur Seite stehen. Der Kaufpreis (216.000 DM) für das Grundstück sollte schon als Spenden zusammenkommen. Das haben wir auch von Anfang an gesagt. Wir brauchen auch Inventar, z.B. für die Küche, für die Büros, für den Jugendclub, für das Computerzimmer, für den Seminar- und Beratungsraum. Es gibt viele Möglichkeiten der Unterstützung. So helfen auch Familienfeiern im Saal (später auch im Beratungsraum), um die Einnahmen für die Betriebskosten, wie Strom, Wasser, Heizung zu decken.
Im Dezember waren über 400 Leute zu Besuch in unserem Haus. Das ist ein sehr erfreulicher Anfang. Wir haben Weihnachtsfeiern für die Volkssolidarität, für die Rote Nelke, für den BUND, für eine Gartensparte, für eine Dresdner Firma, für das Parteiaktiv aus Riesa-Großenhain u.a. ausgestaltet. Am 2. Dezember haben wir auch gemeinsam mit dem Dresdner Singeclub „Ernesto Che Guevara“ Geburtstag gefeiert – am 27.November wurden beide Vereine unabhängig voneinander gegründet - er ist bereits 26 Jahre, unser Verein erst drei. Alle waren sehr zufrieden. Sogar die SZ berichtete über die Feier mit der Volkssolidarität. Für zwischen 5 und 10 DM pro Person haben alle gefeiert – sicher sehr preiswert, oder? Es ist nicht wahr, was da so behauptet wird: unsere Preise sind nicht hoch! Je mehr Leute unser Haus besuchen, desto mehr trägt es sich selbst und die Zuschüsse werden für andere wichtige Dinge investiert. Übrigens hat die Stadt Meißen im Jahr 2000 auf Antrag schon 4.500 DM zur Unterstützung des Vereins bereitgestellt. Für 2001 beantragen wir zum Ausbau des Jugendkellers 25.000 DM.

Es gab auch Rückschläge, da bei manchen Zeitgenossen die inhaltliche Trennung von Verein und PDS immer noch nicht angekommen ist.
Nochmals: Das „Haus für Viele(s)“ gehört unserem gleichnamigem Verein. Die PDS hat ein Abgeordneten-Büro des Landtages und eines der Kreistagsfraktion im Haus gemietet. Der Kreisvorstand und der Ortsvorstand haben ihre Geschäftsstelle in der Kurt-Hein-Str. 22.
Aber in das Haus kommen viele Leute, die nichts mit der PDS am Hut haben. Es kommen auch junge Menschen ins Haus und fragen nach Platz und Möglichkeiten für Veranstaltungen.

Ich kann nur immer wieder darum bitten, werdet Mitglied oder Spenderin/Spender unseres Vereines, bucht Familienfeiern, besucht Veranstaltungen im Haus – alles hilft. Das Projekt lebt nur durch viele, die vieles machen – das ist auch Politik!

12.01.01

Erinnerungen an das Richtfest spornen zu weiteren Leistungen an





Kaum zu glauben, dass es schon wieder ein Jahr her ist, seit wir in unserem Vereinshaus Richtfest feierten. Am 10. März vergangenen Jahres waren viele Freunde und Interessenten gemeinsam mit den Bauleuten im damaligen Rohbau und feierten mit uns. Strahlender Sonnenschein begleitete diesen wichtigen Tag.

Im Sommer konnten wir das Erdgeschoss zur Nutzung übergeben, jetzt ist das Obergeschoss fast fertig. Doch seit dem Sommer gibt es auch einen großen Unterschied im Baugeschehen. Hatten wir bis dahin viel Unterstützung durch die bauausführenden Firmen, liegt heute fast alles ausschließlich in unserer eigenen Hand. Allerdings sind das nicht immer genügend fleißige Helferinnen und Helfer. Unter der Leitung von Gerhard Kleinke wird viel geschaffen. Alles dauert seine Zeit und wir müssen so manches Mal auch improvisieren. Besonders wichtig ist gerade jetzt, dass wir auch weiterhin Spenden erhalten. Im vergangenen Jahr waren über 150 Personen und Organisationen sehr aktiv und haben 22.109,34 DM Spenden gesammelt. Außerdem erhielt unser Verein 54.500 DM Zuschüsse, davon 4.500 DM von der Stadt Meißen. Das alles ist eine große Unterstützung. Wer jetzt mal ins Haus kommt, kann auch sehen, dass es voran geht. Doch bis zur entgültigen Fertigstellung und Nutzung ist noch jede Arbeit und Geld nötig. Spenden sind jederzeit sehr willkommen.

Die Dezembertage, mit über 400 Gästen zeigten, dass unser Haus zu einer guten Adresse werden kann. „Leben in der Bude“ muss jedoch organisiert und gestaltet werden. In einem Verein, wie dem unseren geht dies vorerst nur über ehrenamtliches Engagement und durch finanzielle Unterstützung möglichst vieler Menschen. Drei bis vier Mal soviel könnten es sein – als Mitglied unseres Vereins, als Gäste, mit ihren Familien, als Organisatoren von Veranstaltungen und als „fleißige Bienen“ beim Bauen und Saubermachen. Im Frühjahr ist auch draußen viel zu tun.

Um im Saal auch noch mehr Veranstaltungen absichern zu können, schreiben wir die Stelle für unsere „Kneipe“ aus, um durch Mieteinnahmen die Kreditrückzahlung zu ermöglichen, müssen neben den Bürgerbüros weitere Mieter ins Haus. Es ist noch Platz. Seit drei Wochen haben wir eine Jugendband, namens „INTENSIV“ als Gäste im Haus. Damit haben wir in Absprache mit dem „Hafenstraße e.V.“ jungen Menschen die Möglichkeit für sinnvolle Freizeitgestaltung gegeben. Weil die Gruppe kein Geld zahlen kann, haben die Schülerinnen und Schüler geholfen, im Haus vorzurichten. Das Kommunalpolitische Forum wird in den nächsten Monaten sicher auch zum Stammgast im Haus werden und in Abstimmung mit der Kreistagsfraktion die Schulung und Qualifizierung der Abgeordneten fortführen. Am 21.März können jung und alt ab 14.00 Uhr Wanderlieder singen. Es gibt noch jede Menge freier Kapazitäten. Ich rufe alle auf, sich einzubringen, mitzumachen und für Zulauf zu sorgen. Vielleicht können wir Weihnachten sagen, dass wir es geschafft haben, den Verein zu stärken und das Bauobjekt fertig zu stellen.

10.03.01

Wir müssen wichtige Entscheidungen treffen
und brauchen dabei jede Unterstützung





Jetzt wird es wieder wärmer und die Tage länger. Damit bestehen auch wieder mehr Möglichkeiten zu Arbeitseinsätzen im Außenbereich. Es ist noch viel zu tun, denn im Mai wollen wir mit einem Tag der offenen Tür und unserem Maifest erneut viele Gäste begrüßen und über unsere bisherige Arbeit berichten. Dieser Tag dient auch dazu, noch mehr Gäste als Spender oder Mitglied zu gewinnen, damit der Verein wächst und seine Tätigkeit auf mehr Schultern verteilen kann. In den letzten Monaten haben wir für verschiedenste Veranstalter unsere Räume zur Verfügung gestellt und auch eigene Veranstaltungen durchgeführt. Jedoch reicht die Zahl der Veranstaltungen und Teilnehmer bei weitem noch nicht aus. Leider gelingt es uns nach wie vor nicht, täglich „Leben in der Bude“ zu haben. Wir richten alle Veranstaltungen aus, von der Geburtstagsfeier bis zum Konzert, von der Jugendweihe bis zur Hochzeit. Als Verein freuen wir uns über jede Veranstaltung. Dafür stehen inzwischen zwei Räume zur Verfügung. So konnte am 24.03.2001 auch die IG International bei der PDS Sachsen ihre Jahreshauptversammlung bei uns im Haus durchführen. Gleichzeitig feierte eine Familie Geburtstag. Wichtig sind auch die Veranstaltungen der PDS des Kreises und der Stadt Meißen. Noch größeres Engagement muss den kulturellen und Jugendveranstaltungen gewidmet werden. Diesbezüglich hat der Verein ein Personalproblem. Deshalb wären wir auch über Vorschläge und Bewerbungen glücklich. Die ehrenamtliche Tätigkeit wird nicht allein die Zukunftsfähigkeit des Vereins sichern. Jedoch ist die Kontinuität und Vielfalt von Veranstaltungen und der Vereinstätigkeit, sowie die vollständige Vermietung des Hauses auch Voraussetzung für künftige Beschäftigung. Der Vorstand hat eine Stelle für die gastronomische Betreuung ausgeschrieben. Genauso wichtig ist für uns die Gewinnung einer oder eines Veranstaltungsmanager/in/s.

Im Haus selbst ist noch jede Menge zu tun. Das Dachgeschoss muss noch komplett ausgebaut werden. Im Obergeschoss muss Inventar besorgt werden. Das alles geht nicht ohne Geld. Deshalb bitte ich um vierfache Unterstützung: Teilnahme an Veranstaltungen, Mund-zu-Mund-Werbung, finanzielle Hilfe und Arbeitseinsätze. Der Vorstand des „Haus für Viele(s)“ e.V. ruft zur Spendenaktion „200 Hunnis bis zum Ersten Mai“ auf. Diese Aktion ist dringend erforderlich, um die weiteren Aufgaben erfüllen und auch die Zahlungsfähigkeit gewährleisten zu können. Ich bitte alle Sympathisanten, nicht nachzulassen bei der Unterstützung unseres Vereines, ja auch alles zu tun, um noch mehr zu erreichen. Bis zum Ziel ist noch ein weiter Weg. Ein Abbruch der Hilfe und Unterstützung zum jetzigen Zeitpunkt würde die Arbeit der letzten drei Jahre und der vielen fleißigen Helferinnen und Helfer, als auch die Unterstützung der Spenderinnen und Spender, in Frage stellen. Doch das wird sicher niemand zulassen wollen. Die Geschichte der Arbeiter- und Sportbewegung ist Beleg für die enge Verbindung von Vereinstätigkeit mit bestimmten Liegenschaften und Einrichtungen. In der Zukunft wird sich das sicher auch nicht ändern. Es ist auch wichtig für die Verbindung von Erfahrung der Älteren und jugendlichem Elan, für die Vermittlung von Wissen und Können, für die Schaffung der Voraussetzungen zum Erlernen demokratischen gesellschaftlichen Engagements.

Unser gemeinsames und inzwischen von über 160 Personen direkt unterstütztes Projekt braucht noch viel(e)(s).

04.04.01

Der zweite Bauabschnitt
ist fertig





Es ist gerade mal zwei Jahre her, seit wir am 9.9.99 mit den Umbaumaßnahmen begannen, aus dem verfallenen Haus in der Dresdner Str. 13 wieder ein ansehnliches und nutzbares Objekt zu machen. Ich schreibe bewusst wir, denn dieses Haus ist Ergebnis der Aktivitäten einer Vielzahl von Enthusiasten, die den Mitgliedern des Vereins „Ein Haus für Viele(s)“ mit Hilfe und Unterstützung zur Seite stehen, weder Zeit, Kraft oder auch Geld scheuen, damit in der Kreisstadt Meißen ein linkes Projekt verwirklicht werden kann, was von Beginn an auch ein Wagnis war. Doch inzwischen sind seit der Vereinsgründung, dem Kauf des Objektes und dem Ausbau nicht nur Schweißperlen geflossen. Es sind neue Verbindungen zwischen Menschen entstanden. Die Wandergruppe Rote Nelke und die zwei Freizeitchöre sind dafür lebendiger Beweis. Leute aus Meißen und Umgebung finden im „Haus für Viele(s)“ Platz, um zu singen, zu feiern, zu diskutieren, sich zu bilden oder einfach mal nur mit jemandem zu quatschen.

Im vergangenen Jahr waren über 2500 Besucher bei uns zu Gast. Auch in diesem Jahr sind es schon ungefähr 1700, bei ca. 70 Veranstaltungen. Wobei für 2001 ein neuer Aspekt hinzukommt: es finden verstärkt Feiern von Familien bei uns statt. Denn es ist eben gut und günstig, wenn ein Saal da ist, Geschirr und auch Service und man/frau sich trotzdem wie zu Hause fühlen kann, ohne viel Geld zu bezahlen. Die Art und Weise, als auch die Vielfalt der Veranstaltungen haben sich verändert. Inzwischen nutzen über zehn verschiedene Vereine, Verbände und Organisationen, aber auch einfache BürgerInneninitativen die Möglichkeiten des Hauses. Das alles musste wachsen und es ist bei weitem noch nicht das, was wir uns selber wünschen. Noch viel mehr ist drin. Noch viel mehr kann stattfinden. Viel mehr wird stattfinden!

Seit dem 12.September wissen wir, dass als neuer Mieter das Kommunalpolitische Forum Sachsen e.V. in unser Haus einziehen wird. Das gesamte Obergeschoss, welches die Vereinsmitglieder und Sympathisanten mit großem Engagement, in ehrenamtlicher Arbeit, fertig gestellt haben, wird von diesem sachsenweitem Verein bezogen. Es ist also bei weitem nicht mehr nur ein PDS-Haus, wie so mancher Neider des Projektes einseitig behauptet. Doch eines will ich hier auch klar stellen: die Initiative für dieses Projekt ging von Mitgliedern der PDS des Kreises aus und viele Genossinnen und Genossen haben sich auch sehr aktiv und selbstlos um dessen Verwirklichung bemüht. Der Verein braucht die PDS und die PDS braucht auch den Verein, da lassen wir uns auch nicht auseinanderreden oder schreiben. Auch wenn es einigen, die es besser wissen müssten, nicht passt, der Verein wird seinen Weg auch mit Unterstützung der Kreissparkasse, der Mitglieder und der vielen Hundert Sympathisanten voran gehen.

Zur Zeit sind wir erst über zwei Drittel der Strecke, das letzte Drittel schaffen wir auch! Es wird schwer, weil alles, aber auch alles, freiwillig, ohne viel professionelle Hilfe (außer bei den Elektrikerleistungen), durch unsere eigenen Kräfte geschaffen werden muss. Es ging von Anfang an aber um mehr, als nur die PDS. Das Projekt hat nicht nur einen Namen, sondern auch ein Programm - Öffnung in die Gesellschaft hinein, damit Solidarität und menschliche Wärme, getragen von linkem Gedankengut in der Stadt und im Kreis Meißen erhalten bleiben. Viele Menschen in der Stadt und darüber hinaus im Landkreis, im Freistaat und ganz Deutschland unterstützen unsere Initiative und wünschen ihr viel Erfolg. Darunter auch Petra Pau, die zum 5. ALTERNATIVE-Herbstfest Gast war und die bisherigen Ergebnisse des Vereins und ihrer Helferinnen und Helfer „mutig und bewundernswert“ fand. Übrigens ist das diesjährige Fest bereits das zweite, welches in Zusammenarbeit mit dem „Haus für Viele(s)“ gestaltet wurde. Dieses Jahr war es auch besonders gut, dass es das Haus gibt, denn der Wettergott schickte Regen. Auf nunmehr zwei Etagen konnten die über 150 Gäste das Programm dieses Tages erleben. Nächstes Jahr wird auch das Dachgeschoss zur Verfügung stehen. Dann sind wir mit dem Bau fertig, aber bei der Gestaltung des „Lebens in der Bude“ immer noch am Anfang.

18.09.2001

Wir sind im fünften Jahr





Fast unbemerkt beging der Verein „Ein Haus für Viele(s)“ sein vierjähriges Bestehen. Diesmal gab es keine besondere Veranstaltung, doch vergessen hat den 27. November eigentlich keines der Mitglieder. Währen der letzten Tage des vergangenen Jahres war wieder jede Menge los im Haus. Es brannte Licht bis in die Nacht, auch wenn es so mancher Zeitgenosse nicht gesehen hat, um dann im Sommer wieder in der Zeitung schreiben zu müssen, dass es dunkel ist. Licht nicht nur wegen der vielen Weihnachtsfeiern (sieben), sondern auch wegen der Konzerte, Chorproben, Tagungen, Sonntagsgespräche, Versammlungen und Schulungen, die im November und Dezember stattfanden. Insgesamt fanden im Jahr 2001 dreiundneunzig Veranstaltungen statt, die mehr als 2100 Gäste ins Haus brachten. Natürlich wünschen wir uns alle noch mehr.

Einen besonderen Ohrenschmaus gab es noch mal am 17.12. mit dem nunmehr schon dritten Konzert der Gruppe „Accordion Harmonists“ aus Minsk.

Obwohl das Haus immer noch in der Bauphase (inzwischen die dritte) steckt und nach wie vor alles ehrenamtlich geführt wird, ist es gelungen, die Vielfalt der Veranstaltungen zu erhöhen, einige Partner als ständige Veranstalter ins Haus zu holen und vor allem, das Obergeschoss vollständig zu vermieten. Der gesamtsächsische Verein „Kommunalpolitisches Forum Sachsen“ ist seit Anfang Dezember 2001 ein weiterer ständiger Mieter im Haus.

Einen besonderen Dank richte ich an dieser Stelle an Gerhard Kleinke (unseren Baukoordinator – liebevoll „Holzwurm“ genannt), an Heinz Hößler (einen der Hauptorganisatoren von Veranstaltungen, vor allem mit dem Verein „Rote Nelke“, an Erwin Lewetzky und Willfried Klemm (Darlehensgeber), an die Kreissparkasse Meißen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, aber auch an alle anderen, die im vergangenen Jahr wieder über 3000 Stunden Arbeitsleistungen und über 24.000 DM Spenden für unser Haus in die positive Bilanz einbrachten. Durch das enorme Engagement aller dieser Freunde unseres Vereins ist es gelungen, schwierigste Situationen zu meistern, Gerüchte und Verleumdungen abzuwehren, den Ausbau entscheidend weiter zu bringen und den Verein zu festigen.

Auf der Jahreshauptmitgliederversammlung unseres Vereins wurden die Aufgaben für das fünfte Jahr des Bestehens beraten und festgelegt:

   Fertigstellung des Ausbaus des Hauses (möglichst bis Ende erstes Halbjahr 2002)

   Vollständige Vermietung der Räumlichkeiten

   dem Satzungszweck „Betreiben eines Hauses der Soziokultur...“ gerecht zu werden und vor allem in bezug auf die Veranstaltungsorganisation und –absicherung Fortschritte zu erzielen, eine verantwortliche Person für diesen Bereich zu finden und somit zu neuer Qualität in der Vereinsarbeit zu kommen

   neue Mitglieder für die Mitwirkung im und um den Verein zu gewinnen, besonders jüngere Menschen für unseren Verein zu begeistern und

   weiterhin um Spenden und freiwillige Arbeitsleistungen ringen.

Im Jahr der Bundestags- und Landratswahlen wollen wir dazu beitragen, dass viele Menschen unseres Landkreises in unserem Haus eine gute Adresse für soziale Gerechtigkeit und Solidarität finden. Besuchen Sie uns wieder, bringen Sie Verwandte und Freunde mit, feiern Sie bei uns Geburtstag oder Hochzeit, helfen Sie uns und durch Ihre Spende oder ihre Teilnahme bei Baumaßnahmen und Veranstaltungen. Auch 2002 sind Sie mit uns in guter Gesellschaft.

Dez. 2001

Mit dem Schwung der Frühlingstage in eine neue Etappe des Vereinslebens





Kaum hat das neue Jahr begonnen, da machen wir uns Gedanken, wie wir seinen Abschluss gestalten. Was? Wie?

Ja, am 27. November feiert der Verein sein fünfjähriges Bestehen und dazu muss jetzt schon viel ausgedacht und vorbereitet werden. Wichtigstes Ziel dabei ist, den Verein so zu konsolidieren, dass er sich selbständig tragen und entwickeln kann. Selbständig heißt auch, dass weiterhin so viele Helferinnen und Helfer, so viele Spenderinnen und Spender und so viele Akteure das Leben und die Entwicklung des Vereins mitbestimmen. So war und ist es auch nach der Satzung Aufgabe und Zweck. Bürgerschaftliches Engagement für sich selbst und andere gehört zum Markenzeichen des Vereins „Ein Haus für Viele(s)“.

Die Gewinnung neuer Mitglieder steht für mich dabei auch an erster Stelle. Für 35 EURO Jahresbeitrag können Sie Mitglied und Akteur werden. Jugendliche und Arbeitslose können zu besonderen Bedingungen per Antrag ihren Beitrag leisten. Die volle Vermietung des Hauses steht gleich an zweiter Stelle.

Ich wünsche mir bis zum „Fünften“ außerdem eine Jugendgruppe, mindesten 30 weitere Mitglieder, und nicht zuletzt, dass wir das Ergebnis der Spendentätigkeit von 2001 (26.426,49 DM) noch überbieten. Der gegenwärtige Zuspruch für unser Haus zeigt sich auch in den im Januar und Februar durchgeführten, bzw. noch geplanten Veranstaltungen – 17 im Januar, 20 im Februar. So soll es auch weiterhin sein. Doch zufrieden können wir erst sein, wenn wir nicht nur täglich eine, sondern mehrere Aktivitäten vorweisen können.

Liebe Freundinnen und Freunde des „Ein Haus für Viele(s)“ e. V. Meißen, wir haben es jedoch noch nicht geschafft, die kritische Phase zu überstehen. Nach wie vor haben wir finanzielle Probleme und einen massiven Widerstand von Teilen der Öffentlichkeit zu überwinden. Ich bitte Sie alle, uns in diesem für den Verein so wichtigem Jahr auch weiterhin Ihre Unterstützung zuteil werden zu lassen. Lassen Sie uns gemeinsam bis zum 1. Mai 2002 alles dafür tun, dass der Umbau fertig gestellt werden kann und dass unsere Finanzkraft auf sichere Füßen kommt. Ich bitte Sie gerade im ersten Halbjahr um ein verstärktes Engagement in finanzieller Hinsicht. Spenden Sie auch weiterhin. Es muss uns gelingen, für dieses Jahr 15.000 EURO Spenden einzunehmen. Für den vollständigen Ausbau des Dachgeschosses werden noch ca. 2500 EURO benötigt. Auf Anfrage können Sie auch die Patenschaft für einzelne Abschnitte der Baumaßnahmen übernehmen. Mit der vollständigen Vermietung und den Veranstaltungseinnahmen können wir die Konsolidierung erreichen.

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals im Namen des Vereins an alle treuen Mitfinanzierer/innen wenden und Ihnen sagen: Ihr Geld ist nicht in den Sand gesetzt! Unsere Gemeinschaft baut auf Sie und für die Zukunft. Vielen Dank!

09.02.02

Das Jahr 2003 wird unser bisher bestes!





Am 27. November feierten 35 Mitglieder, Freunde und Gäste des Vereins „Ein Haus für Viele(s)“ den 5.Geburtstag unseres Vereins. Wer hätte das gedacht? Schon sind fünf Jahre vorbei. Doch wir sind noch lange nicht am Ende! Der Ausbau des Hauses geht weiter, auch wenn uns die Finanzen fast zu erdrücken drohen. Doch dank dem aufopferungsvollen Ringen und Wirken der vielen fleißigen Helferinnen und Helfer, der Spenderinnen und Spender kann nun auch bald das Dachgeschoss richtig fertig gestellt werden.

Der Ausfall der geplanten Einnahmen des Abgeordnetenbüros und der Hilfe des Landesvorstandes der PDS haben ein tiefes Loch hinterlassen. Die Sparkasse hat unsere Überweisungen zeitweise wieder rückgebucht, doch wir kämpfen um jeden Cent. Und wir haben damit Erfolge: Die Besucherzahl stieg im Jahr 2002 auf insgesamt 3465, was fast eine Verdoppelung zum Vorjahr ist. Familienfeiern gibt es weitaus mehr im Haus als voriges Jahr. Das Licht im Haus ist erstaunlich oft auch noch in den Abendstunden zu sehen. Trotz der Unkenrufe einiger Missmutiger und Zweifler – das Haus für Viele(s) ist zu einer Adresse in Meißen geworden. Veranstaltungen gibt es jeden Tag der Woche. Selbstverständlich sind die Mitglieder des Vereins mit dem Erreichten noch nicht zu Frieden. In der Mitgliederversammlung im Dezember gab es jedoch einige neue Vorschläge und Ideen, die es umzusetzen gilt. Besonders positiv hat sich die Veranstaltungsreihe „Konzert im Haus“ entwickelt. Wir hatten gute Künstler und Gruppen zu Gast. Deren Programmmitschnitte gibt es übrigens auf CD beim Verein gegen Spende zu erwerben. Auch die von der PDS veranstalteten Sonntagsgespräche gehören inzwischen zum festen Bestandteil der Vereinslebens.

Mit dem drohenden Krieg gegen den Irak hat sich aus dem Verein heraus auch die Friedensinitiative Meißen entwickelt, der inzwischen neben den Vereinen Haus für Viele(s) und Rote Nelke auch ein Chor, die PDS, die SPD, die Bürgerbewegung für Meißen, die BIKA Meißen, die Evangelische Kirche und schon über 420 Bürgerinnen und Bürger per Unterschrift angeschlossen haben. Die Veranstaltungen auf der Meißner Eisenbahnbrücke und auf dem Meißner Markt werden fortgesetzt. Jeweils Montag 17.00 Uhr treffen sich die Kriegsgegner zunächst in der Frauenkirche und danach auf dem Markt. Lassen wir einen Krieg nicht zu!

Das Projekt „Haus für Viele(s)“ braucht auch weiterhin die Unterstützung vieler. Denn nur Viele und Vieles macht diesen Verein aus. Wir werden nicht gesponsert oder durch Fördermittel beglückt. Die Spenden und Veranstaltungseinnahmen sowie die Mieten im Haus sind die Quelle der Finanzierung unserer Vorhaben. Damit das auch weiterhin so sein kann, rufen wir alle zu Spenden für unseren Verein auf (Konto 3000004970, BLZ 85055000 bei der KSK Meißen). Leider ist im Jahr 2002 das Spendenaufkommen dramatisch zurückgegangen. Das lag auch an der Unsicherheit, die es um die Fortexistenz des Vereins gab. Doch wir leben und leben weiter. Ab April wird es auch wieder ein Abgeordnetenbüro des Landtages im Haus geben.

Bitte lassen Sie uns nicht im Stich! Helfen Sie uns auch weiter und kommen Sie zu unseren Veranstaltungen. Werden Sie Mitglied im Verein!

Für das Jahr 2003 wünschen wir Ihnen alles Gute und Gesundheit, Glück und eine freundliche Umgebung. Mit Ihnen wird 2003 unser bisher bestes Jahr.

26.01.03


In Meißen gibt es
eine gute Adresse





Wer hätte das gedacht? Totgesagte leben länger und manchmal auch sehr lange. Entgegen den Weissagungen gewisser Schreiberlinge aus Meißen, Coswig und Dresden oder auch Mittweida, die unserem Verein nichts Gutes wünschten, gibt es ihn noch und „unser Haus“ lebt.

Das Engagement der Mitglieder und Sympathisanten um das Projekt ist kaum in Zahlen zu messen. Unzählige Stunden und viel Geld haben die Helferinnen und Helfer investiert, um ein Projekt am Leben zu halten, das nur durch viele und vieles lebendig ist und bleibt. Die Ausdauer, trotz vieler finanzieller Engpässe und Notsituationen, hat sich bisher gelohnt. Inzwischen, allerdings fast ein Jahr später als geplant, konnte auch das Dachgeschoss bezogen werden. Und es sieht gut aus, was da alles in Eigenleistung erreicht wurde – gemütlich, farbenfroh und praktisch. Eine Mieteinheit ist noch frei und muss noch ausgebaut werden. Ist das geschafft, „rechnet“ sich das Projekt. Bisher haben wir sehr unter der mangelnden Hilfe einiger Entscheidungsträger zu leiden gehabt. Denn leider verstehen einige kompetente Leute nicht, dass bei solchen Projekten gerade auch Zeit Geld ist. Nun, wir haben es auch so geschafft. Lieber spät, als nie – heißt es in einem Sprichwort. Die Kreissparkasse Meißen hat uns zum wiederholten Male geholfen. Sicher, Kredite sind nicht billig. Doch wenn andere nicht bereit sind, muss eine Investition auch kreditfinanziert beendet werden. Diesmal haben wir aber kein neues Geld erhalten, sondern, auf Grund der relativ günstigen Zinssituation, nachverhandelt.

Wer hätte gedacht, dass im Saal unseres Hauses 102 Personen sitzen und über wichtige Fragen der Kommunalpolitik beraten? Ja, aus ganz Sachsen sind Vertreterinnen und Vertreter am 22. März bei uns gewesen und haben über Kommanalabgaben diskutiert. Wer hätte gedacht, dass wir im „Haus für Viele(s)“ länger als ein halbes Jahr auf besondere Art und Weise „Hochwasserhilfe“ leisten und dem „untergegangenen“ Parkrestaurant sowie den treuen und tanzbegeisterten Seniorinnen und Senioren Sonntag für Sonntag ihren „Tanztee nach Mittag“ erhalten? Und es hat Spaß gemacht!

Wer hätte gedacht, dass andere Vereine der Stadt Meißen, die ebenfalls durch das Hochwasser ihre Bleibe verloren hatten, bei uns im Haus zeitweiliges „Asyl“ finden und sich nicht daran stören, im „PDS-Haus“ zu sein.
Wer hätte gedacht, dass im „Haus für Viele(s)“ die Friedensinitiative Meißen ihren festen Platz findet und von hier aus Tausende Unterschriften gegen den Krieg gesammelt werden konnten, seit dem 16. Januar 2003 schließlich Montag für Montag die Mahn- und Protestaktion auf dem Markt organisiert und durchgeführt wurde, trotz Kälte und Schnupfen einiger der Aktivisten?
Wer hätte gedacht, dass einige Gruppen, wie die ACCORDION HARMONISTS oder QUIJOTE nun schon fast zur Stammbesatzung des Hauses gehören und sie gern hier spielen?
Wer hätte gedacht, dass wir nicht nur eine Konzertreihe und regelmäßige Ausstellungen im Saal haben können, sondern auch Sonntagsgespräche, Chorproben, Spielenachmittage und Treffen der Kleingärtner oder des Kneippvereins?

Wer hätte gedacht, dass inzwischen jede Woche wenigstens eine Familienfeier im Saal stattfindet und die Gäste sehr zufrieden sind mit den Bedingungen und den Preisen, die sie bei uns vorfinden? Vor zwei Jahren noch wurde eine Schulklassen-Weihnachtsfeier durch den Schulleiter unterbunden. Zum letzten Jahresende waren 23 Schülerinnen und Schüler und 27 Erwachsene begeisterte Nutzer unseres „Hauses für Viele(s)“. Der Zuspruch wächst und jeder Gast bringt uns zwei neue. Im vergangenen Jahr waren es dreieinhalbtausend Gäste, fast doppelt so viel wie 2001!

Wir sind auf dem Wege, der noch sehr lang ist. Doch wir schaffen es! Und – die PDS wird auch mit einer Heimstätte für jung und alt in Meißen verbunden. Die Menschen reden in unserem Haus mit uns und über Politik. In unseren PDS-Kreisvorstand hat sich selten jemand verirrt.

Was zählt? Die Schwierigkeiten oder der endliche Erfolg? Wir brauchen auch weiterhin alle Unterstützung, auch finanzielle. Deshalb hier nochmals unsere Spendennummer: Kto. 3000004970; BLZ 85055000 bei der Kreissparkasse Meißen.

23.04.03

 
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